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Aerobic - Jogging - Ausdauertraining


Aerobic

Aerobic ist eine Form von Fitnesstraining, die Anfang der 1980er Jahre in Europa vor allem bei jüngeren Frauen sehr populär wurde. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Konditionstraining, das zumeist in Gruppen durchgeführt wird. Eine Trainerin oder ein Trainer gibt dabei die Übungen vor und fungiert als Motivator für die Teilnehmer. Das Ganze findet begleitet von moderner Musik statt. Die einzelnen Übungen sind eine Mischung aus klassischer Gymnastik und freiem Tanz.

In der DDR wurde Aerobic Popgymnastik genannt und über die Fernsehsendung Medizin nach Noten populär gemacht. Bei dieser Sendung wurden in einer Turnhalle - unterlegt von westlicher Popmusik - Übungen vorgemacht, die von einigen umstehenden und den Zuschauern zu Hause nachgemacht werden sollten.


Geschichte

Die Ursprünge gehen auf den US-amerikanischen Arzt Dr. med. Kenneth H. Cooper zurück, der in den 60er Jahren erstmals ein aerobes Training zur Stärkung von Herz und Lunge entwickelte. Cooper löste in Amerika einen Fitness-Boom aus, in dessen Folge Ausdauertraining in Gymnastikprogramme integriert wurde.

Der weltweite Durchbruch kam 1982, als Jane Fonda Aerobic als ihr Gymnastikprinzip vermarktete. 1988 wurde zunehmend über die Schädlichkeit von Aerobic diskutiert. Nach einem Einbruch des Aerobic-Booms entstanden Anfang der 1990er Jahre neue Formen von Aerobic mit stärkerem medizinischen und sportwissenschaftlichen Fokus


Methodik und Didaktik im Aerobic-Unterricht:

Aerobic-Trainer bedienen sich zur Steuerung der Teilnehmer allgemein in der Szene verbreiteter Kommunikationstechniken, dem "Cueing". Unter Cueing versteht man verbale und nonverbale Anweisungen, mittels derer den Teilnehmern die geplanten Inhalte synchron zur Musik vermittelt werden. Es gibt international genormte „Cues“; die Aerobic-Fachsprache ist meist englisch. Optimales Cueing ist zeitlich so angelegt, dass die Teilnehmer wissen, wann sie was zu tun haben. Dazu gehören:

    * standardisierte Gesten
    * Ansagen
    * Richtungen und Drehungen anzeigen
    * Mimik, Körpersprache
    * Kommunikation mit der Gruppe

Darüber hinaus kommen Techniken zum methodischen Aufbau choreographischer Ziele ("Breakdown", in Harmonie mit der eingesetzten Musik zum Einsatz:

Aerobic kann “unchoreographisch” einfache Bewegungsabläufe vermitteln. Je nach Leistungsstand der Zielgruppe sind aber auch komplizierte Bewegungsmuster mit variierenden Raumwegen und Drehungen möglich. Der richtige Einsatz dieser Methoden stellt an den Trainer recht hohe Anforderungen, denn die Umsetzung erfolgt:

    * ohne Pause, synchron zur Musik bzw. im Musikbogen (siehe unten)
    * mit gleichzeitigem bzw. rechtzeitigem Cueing
    * bei paralleler Fehlerwahrnehmung und -korrektur
    * bei ständiger Kommunikation und Motivation der Gruppe

20.7.06 15:08
 


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